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Naturdenkmal Bäume - Eichen

 

Frei stehende, sehr alte und stämmige, also auch attraktiv aussehende Bäume, meist Eichen oder Buchen, auch Linden und vereinzelt sogar Gehölzgruppen stehen heute oft unter Naturschutz. Sie sind als sogenannten Naturdenkmale (in Kartenwerken abgekürzt als ND) bei den einzelnen Landkreisen aufgelistet. Im Jahr 2009 benannte der Landkreis Göttingen noch 220 solcher Exemplare. Diese Zahl entsprach aber nicht mehr dem eigentlichen Bestand, da bereits in den Jahrzehnten davor viele davon durch z.B. Stürme und Blitzeinschläge schwer beschädigt oder sogar völlig zerstört wurden. Die Anzahl ist auf 67 reduziert worden.

Diese Bäume wurden und werden oft zu besonderen Anlässen (völkische Jahres- und Jubiläumstage, Geburtstage hoher Würdenträger oder Vereinsgründungen) gepflanzt. Ihre Früchte dienten nicht nur als Viehfutter, sondern wurden zu Kriegs- und Notzeiten auch für menschliche Nahrung verwendet (z.B. als Öl aus Bucheckern oder Kaffeemehl aus Eicheln). Tee aus Eichenrinde oder Lindenblüten finden bis heute Verwendung in der Naturmedizin.

Schon zu germanischen Zeiten verehrt, galten besonders Eichen als Zeichen der Standhaftigkeit und Beständigkeit. Ihnen sagte man nicht nur Schutzwirkung und Heilkräfte nach. Unter ihnen hielt man früher Gericht oder feierte Hochzeiten.

 

Auch in und um Scheden finden wir solche Eichen........

 


 

Die Kaisereiche in Scheden (Oberscheden)

(GK 3550652 5702941)

Aufnahme vom 1. Mai 2009

 

Die ursprüngliche Kaisereiche wurde im "Dreikaiserjahr 1888" zur Erinnerung und zu Ehren Kaiser Wilhelm I, seines Sohnes Friedrich III (99 Tage Kaiser) und seines Enkels Wilhelm II (letzter Deutscher Kaiser) am damaligen Ortseingang von Oberscheden gepflanzt. Heute ist es die Straßenecke zwischen der Quantzstraße, Schulstraße und der Bahnhofstraße. Schon im Jahr 1897 ging diese Eiche ein und wurde von dem Oberschedener Kriegerverein durch eine neue ersetzt. In den vergangen Jahrzehnten wurden sie zweimal vom Blitz getroffen und so stark beschädigt, dass sie sich nicht mehr davon erholt hat und aus Verkehrssicherungsgründen im Jahr 2009 gefällt werden musste.

 

 

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Mittags am 19 Oktober 2009 wurde das Naturdenkmal gefällt!

 

Blick von dem ehemaligen Standort der Kaisereiche im Ortskern von Scheden (360°x180° Flash-Pano)
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Neupflanzung der "Schedener Eiche"

Am Samstag, den 20 November 2010 wurde in einem kleinen Festakt eine neue Eiche an der Stelle der gefällten Dreikaisereiche gepflanzt. Der neue Baum, der von einer Schedener Familie gestiftet wurde, ist aus einer Eichel der alten Dreikaisereiche gezüchtet worden und wurde von der Bürgermeisterin auf den Namen "Schedener Eiche" getauft.

 


 

 

Die Kronprinzeneiche in Scheden (Niederscheden)

(GK 3550043 5702352)

Die Kronprinzeneiche wurde anlässlich des 25 jährigen Bestehens des Männergesangvereins Niederschedens im Jahr 1912 südlich vor der Ortschaft Niederscheden am heutigen Eichweg gepflanzt. In früherer Zeit war dieser Weg die verkehrstechnische Hauptverbindungsader in Richtung Hann. Münden. Die Kronprinzeneiche wird hier im Volksmund auch als "Zigeunereiche" bezeichnet. Dieser Begriff ist in unserem Sprachraum häufig zu finden, da er meist einen damaligen geschichtlichen Lagerplatz vor bzw. außerhalb der jeweiligen alten Ortschaft mit seinen Rechtsbestimmungen beschreibt.

 

Blick rundum die Kronprinzeneiche in Niederschedener Feldmark (360°x180° Flash-Pano)
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Die Eiche in den verschiedenen Jahreszeiten
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Im Frühling
Im Sommer
Im Herbst
Im Winter

 


 

 

Ebenfalls im Jahr 1897 anlässlich des 100. Geburtstages des Kaisers Wilhelm I wurde eine weiter Eiche vom Kriegerverein am Hunsberg in Oberscheden gepflanzt.

 

 

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